Zehn erfolgreiche Jahre in Japan

Zehn Jahre BITZER Japan K. K. – das sind zehn Jahre erfolgreiches unternehmerisches Engagement im Reich der aufgehenden Sonne. Das Team um Managing Director Ferdinand Spannan hat feste Ziele im Blick und möchte BITZER zum regional führenden Anbieter für Hubkolbenverdichter in CO2-Verbundanlagen machen

Die geschäftlichen Beziehungen in der Region Japan reichen weiter als zehn Jahre zurück: Vor 2007 betreuten Stephen Chan und Tony Cheng vom BITZER Standort in Hongkong aus die Kunden in Japan. Die Initiative zur Gründung einer Tochtergesellschaft ging von Chief Sales and Marketing Officer (CSMO) Gianni Parlanti aus, der damals als Managing Director North and Southeast Asia tätig war. Ausschlaggebend waren vor allem der Wunsch nach direkten Kontakten zu japanischen Marktteilnehmern und Verständnis für das Einnehmen einer führenden Rolle in der damals weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Obwohl insbesondere die großen japanischen Anlagenhersteller die verwendeten Verdichter in eigenen Werken fertigten, erkannte BITZER das Potenzial bei technologisch anspruchsvollen Anwendungen. So konnte das Unternehmen sein Image im Markt ausbauen und von der Vernetzung Japans mit dem hochdynamischen asiatischen Wirtschaftsraum profitieren. Auch der tiefere Einblick in die Wünsche und Anforderungen japanischer Anwender durch die Präsenz vor Ort hat sich für das Produktdesign der nächsten Generation von Verdichtern und Verflüssigungssätzen als sehr hilfreich erwiesen.

Vier Männer, darunter Gianni Parlanti, und eine Frau posieren für die Kamera
Das Team zu Beginn im Tokio Office mit CSMO Gianni Parlanti (Mitte) und Vertriebsleiter Toru Nakano (links)

Fokus auf Hubkolbenverdichtern

Die positive Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass die Entscheidung zur Gründung der Tochtergesellschaft absolut richtig war. Den Großteil des Umsatzes in Japan erwirtschaftet BITZER mit Hubkolbenverdichtern – von den offenen Verdichtern aus frühen Zeiten bis hin zu innovativen Baureihen für CO2-Anwendungen. „Für den Absatz von Scrollverdichtern erhoffen wir uns Impulse mit dem neuen Konzept der ELV-Baureihe. Bei Schraubenverdichtern sehen wir auch noch Wachstumsmöglichkeiten, die allerdings nicht mit anderen Märkten vergleichbar sind“, sagt Ferdinand Spannan. Der Managing Director hat ambitionierte Ziele. Bis zum Jahr 2020 möchte er den jährlichen Umsatz um 60 Prozent auf rund 3,7 Millionen Euro steigern. Und die japanische BITZER Tochter soll langfristig den Löwenanteil in einem Markt einnehmen, der sich gerade erst entwickelt und noch in der Anfangsphase steckt: Hubkolbenverdichter für CO2-Verbundanlagen.

Als große Herausforderungen bezeichnet Ferdinand Spannan sowohl die hohen Ansprüche an das Kosten-Nutzen-Verhältnis insbesondere in Marine- und Transportanwendungen als auch die Rekrutierung von geschultem und erfahrenem Personal für Produkte der Kälte- und Klimabranche. Ein reger Austausch sowohl mit der Anwendungsberatung in Rottenburg als auch mit dem Vertrieb sorgte für Transparenz und den nötigen Informationsaustausch, sodass diese Projekte zu Erfolgen werden konnten. Neben oftmals unzureichenden Fremdsprachenkenntnissen bei japanischen Mitarbeitern sind es auch die kulturellen Unterschiede, die eine große Herausforderung bei der Verständigung – intern wie extern – darstellen. „Fehlkommunikation und Missverständnisse, auch durch eine inkorrekte und ungewollte Interpretation des Gesagten oder Geschriebenen, stellen für BITZER wie auch für viele andere Importfirmen in Japan Hindernisse im Geschäftsablauf dar, aber am Ende konnten wir doch meist zufriedenstellende Ergebnisse erzielen“, verrät der Managing Director.

„Für den Absatz von Scrollverdichtern erhoffen wir uns Impulse mit dem neuen Konzept der ELV-Baureihe. Bei Schraubenverdichtern sehen wir auch noch Wachstumsmöglichkeiten, die allerdings nicht mit anderen Märkten vergleichbar sind.“

 

Ferdinand Spannan
Managing Director
HVAC&R 2014 – das Einstandsevent von Managing Director Ferdinand Spannan (vierter von rechts) mit (von links): Toru Nakano (Vertriebsleiter), Toru Ogasawara (Technischer Leiter), Gianni Parlanti (Chief Sales and Marketing Officer), zwei Messeassistentinnen, Jan Grübel (Head of Commercial Refrigeration) und Volkmar Pfeil (vormals Head of Commercial Refrigeration, mittlerweile in Rente)
HVAC&R 2014 – das Einstandsevent von Managing Director Ferdinand Spannan (vierter von rechts) mit (von links): Toru Nakano (Vertriebsleiter), Toru Ogasawara (Technischer Leiter), Gianni Parlanti (Chief Sales and Marketing Officer), zwei Messeassistentinnen, Jan Grübel (Head of Commercial Refrigeration) und Volkmar Pfeil (vormals Head of Commercial Refrigeration, mittlerweile in Rente)

Umzug nach Osaka

Bei der Gründung des Tochterunternehmens befand sich der Hauptsitz in Tokio, im Jahr 2012 hat BITZER ihn nach Osaka verlegt und eröffnete ein Vertriebsbüro in Tokio im Jahr 2015. Ferdinand Spannan trägt seit 2014 die Verantwortung für die Tochtergesellschaft, lebt allerdings bereits seit dem Jahr 2005 mit seiner Familie „in einem Land voller Gegensätze und Widersprüche zwischen Moderne und Historie, mit kulturellem Reichtum und enormer technologischer und wirtschaftlicher Potenz“, wie er sagt. Als Ausgleich zum etwas beengten Leben in der japanischen Großstadt Osaka unternimmt er mit seiner japanischen Ehefrau und den drei Söhnen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren gerne sportliche Outdooraktivitäten.

Ein Umsatz von

3,7

Millionen Euro pro Jahr und damit ein Plus von 60 Prozent bis 2020 sind die Ziele von BITZER Japan

Bei einem Projektmeeting mit einem Kunden im Werk Rottenburg
Bei einem Projektmeeting mit einem Kunden im Werk Rottenburg
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