Drei Fragen zur Supermarktkälte

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Jörg Wittmann ist Manager Key Accounts and Market Sector Supermarket bei BITZER. Die EuroShop ist also quasi ein Heimspiel für ihn – Grund und Anlass genug, etwas tiefer in den Bereich Supermarktkälte einzutauchen. COMPACT hat nachgefragt

BITZER bedient verschiedene Geschäftsbereiche innerhalb der Kälte- und Klimatechnik. Was ist für dich das Spannende an Supermärkten?

Dieser Sektor zeigt eine Dynamik wie kaum ein anderer. Ob makroökonomische Trends wie die Urbanisierung oder die steigende Nachfrage nach frischen, gekühlten Lebensmitteln wie Convenience Food – sie alle haben direkten Einfluss auf Supermarktformate und Kühlbedarfe.

Immer längere Ladenöffnungszeiten bei steigenden Energiepreisen und das gleichzeitig stark wachsende Umweltbewusstsein der Konsumenten rücken die Umweltfreundlichkeit und Effizienz von Kühlsystemen immer stärker in den Fokus. Mit unseren Komponenten können wir hier einen entscheidenden Beitrag leisten.

Effiziente Supermärkte – wie geht das?

Ich würde sagen, es ist eine Kombination aus ganzheitlicher Planung und intelligenter Verknüpfung effizienter Komponenten. Kann zum Beispiel die Abwärme des Kühlsystems direkt zur Heizung oder Brauchwassererwärmung genutzt werden, entsteht eine gute Ausgangssituation. Zusammen mit intelligent geregelten und in Voll- und Teillast effizienten Komponenten bekommt man dann eine energiesparende Anlage.

CO2 ist in Supermärkten mittlerweile oft das Kältemittel (R744) erster Wahl. Woran liegt das?

Das Kältemittel R744 hat viele Vorteile: Es ist kostengünstig, weltweit verfügbar, weder im klassischen Sinne giftig noch brennbar und besticht mit einer überragenden volumetrischen Kälteleistung.  Dank seinem GWP von 1 werden zudem direkte Emissionen durch Kältemittelleckagen enorm reduziert.

Die anfänglichen Hürden in der Anwendung von R744 wie hohe Drucklagen und geringe Ökoeffizienz im transkritischen Betrieb sind lang überwunden. CO2-Kälteanlagen sind ausgereift und seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Zahlreiche Weiterentwicklungen bei Komponenten und im Systemaufbau ermöglichen den energieeffizienten Betrieb in allen Klimazonen und senken so nachhaltig auch die indirekten Emissionen. Fachleute sprechen hier auch von einer ausgezeichneten TEWI-Bilanz. (Anm. d. Red.: Total Equipment Warming Impact: die Summe aus direkten und indirekten Emissionen von Treibhausgasen.)

Übrigens, BITZER Produkte ermöglichen sogar Effizienzsteigerungen bei CO2-Systemen ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen. Somit ermöglichen wir energiesparende und dennoch robuste und überschaubare CO2-Anlagentechnik auch in heißen Regionen.

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